Homepage von Jan von Bröckel: Portal Bremerhaven
Durchsuchen Sie meine Website mit Google:
Benutzerdefinierte Suche

Im April 2012 entgegen dem Bundestrend leichter Anstieg der Arbeitslosenquote, diese ist aber niedriger als ein Jahr zuvor
Arbeitslosenzahlen Bremerhaven
Seit Juli 2011 ist Quote erstmals nach längerer Zeit niedriger als im Vorjahresvergleich
Im niedersächsischen Umland sieht es besser aus
Verteilung Arbeitslose SGB II/SGB III

Lage auf dem Ausbildungsmarkt
zu Bremerhaven

Impressum

zur Startseite

Unterfeuer Bremerhaven

Anzeigen

Sie finden auf dieser Seite Informationen zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen in Bremerhaven, einer Stadt mit einer der höchsten Arbeitslosenquoten in Deutschland.


Arbeitslosenquote
Bremerhaven
in absoluten Zahlen Arbeitslosenquote
Land Bremen
Arbeitslosenquote Bund
April 2012 15,7 % 8.624
11,7 %
7,0 %
Vormonat (Mrz2012) 15,2 % 8.364 11,5 % 7,2 %
Vorjahresmonat (April2011) 16,8 % 9.250 11,8 % 7,3 %

Entgegen dem Bundestrend ist im April 2012 die Arbeitslosenquote in Bremerhaven leicht gestiegen, genauer gesagt um 0,5 Prozentpunkte. Der Zuwachs ist ausschließlich auf eine höhere Anzahl von Arbeitslosen im Bereich „Hartz IV“ (SGB II, Grundsicherung für Arbeitsuchende mit Arbeitslosengeld II) zurückzuführen. Ansonsten sprach die Arbeitsagentur Bremerhaven von einer ruhigen Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2012. Das Angebot an freien Stellen ist gestiegen, wovon viele Branchen betroffen sind.

Während im Bereich des SGB III (Arbeitslosenversicherung) weniger Arbeitslose gemeldet sind, stieg deren Anzahl im Bereich des SGB II aufgrund des Auslaufens vieler Arbeitsgelegenheiten. Gegenüber dem März sind im gesamten Agenturbezirk jetzt 244 Personen weniger in Arbeitsgelegenheiten tätig, teilte die Behörde mit. Insgesamt sei der Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur Bremerhaven, zu dem neben der Stadt Bremerhaven auch der niedersächsische Halbkreis um Bremerhaven herum gehört, sind 439 freie Arbeitsplätze neu gemeldet worden (davon 425 sozialversicherungspflichtig), was einer Steigerung von 3,5% im Vergleich zum Vormonat März 2012 entspricht. Insgesamt sucht die Agentur für 1.119 freie Arbeitsplätze geeignete Arbeitskräfte, wovon es sich in 1.084 Fällen um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen handelt. Damit ist das Angebot um 6,9% größer als im Vormonat, allerdings kleiner als im Vorjahresmonat (damals 1.274 offene Stellen).

Im verarbeitenden Gewerbe sind 146 freie Stellen zu besetzen, wovon 86 auf den Bereich „Herstellung von Elektromotoren/Generatoren“ und 24 auf die Reparatur und Installation von Maschinen entfallen. Das Gesundheits- und Sozialwesen weist 99 Vakanzen auf, davon 40 im Gesundheitswesen, 34 in Heimen und 24 im allgemeinen Sozialwesen. Der Bereich „Verkehr und Lagerei“ verzeichnet 79 offene Stellen. Mit 328 Stellen kommt aber das größte Angebot an freien Arbeitsstellen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, oft auch als Leih- oder Zeitarbeit beschrieben.

Zum Bezirk der Agentur Bremerhaven gehört auch das niedersächsische Umland um Bremerhaven mit den Kommunen Langen, Land Wursten, Bad Bederkesa, Hagen, Nordholz, Loxstedt, Beverstedt und Schiffdorf. Im niedersächsischen Teil des Bezirks der Agentur Bremerhaven lag die Arbeitslosenquote im April 2012 übrigens bei beschiedenen 4,7 Prozent, entsprechend 2.423 Arbeitslosen. Im Gegensatz zu Bremerhaven hat es hier einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von März zu April um 0,2 Prozentpunkte gegeben. Im April 2011 waren es 5,2 Prozent. (Quelle: Pressemitteilung der Arbeitsagentur Bremerhaven vom 02.05.2012). Im gesamten Landkreis Cuxhaven belief sich im April 2012 die Arbeitslosenquote auf 6,1%. (Quelle: Pressemitteilung der Arbeitsagentur Stade vom 02.05.2012).


Bild oben: Das Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Bremerhaven
Anzeigen

Bremerhaven ist Spitze! -
Bei der Arbeitslosenquote unter den deutschen Großstädten
Im Dezember 2011 lag Bremerhaven bei der Arbeitslosigkeit wiederum an der Spitze der Städte über 100.000 Einwohner in Deutschland. Die Quote von 14,6% wurde nur von drei Landkreisen in den ostdeutschen Bundesländern übertroffen, ein anderer ostdeutscher Landkreis hatte eine gleich hohe Quote. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Daten für interregionale Vergleiche, Dezember 2011).

Anzeigen


Während im Bundesdurchschnitt die Arbeitslosenquote nach Überwindung der weltweiten Finanzkrise schon seit längerem niedriger als im jeweiligen Monat des Vorjahres ist, kann man diese Entwicklung für die Stadt Bremerhaven erst seit dem Juli 2011 beobachten. Immerhin ist der Unterschied zum Vorjahr im November 2011 schon auf 1,5 Prozentpunkte gestiegen, im Dezember 2011 waren es 2,1 und im Februar und März 2012 waren es 2,2 Prozentpunkte, im April 2012 nur noch 1,1 Prozentpunkte.

Bemerkenswert ist auch die ungleiche Verteilung der Arbeitslosen zwischen den Systemen nach dem Dritten und dem Zweiten Sozialgesetzbuch. Der Rechtskreis SGB III (Drittes Sozialgesetzbuch) betrifft Arbeitslose, die aufgrund eigener, in der Regel mindestens zwölfmonatiger Beitragszeiten einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, dessen Höhe sich nach dem letzten Einkommen richtet bzw. die keinen Anspruch auf finanzielle Leistungen für den Lebensunterhalt bei Arbeitslosigkeit haben. Das Zweite Sozialgesetzbuch (SGB II, Grundsicherung für Arbeitsuchende, „Hartz IV“) richtet sich an Arbeitslose, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld I erschöpft ist (Langzeitarbeitslose) oder darauf keinen Anspruch wegen fehlender Beitragszeiten haben und Arbeitslosengeld II (AlgII) beziehen.

Bild oben: Dreibeinige Fundamente für Windkraftanlagen auf See im Kaiserhafen Bremerhaven. Die Windenergiebranche hat neue Arbeitsplätze in Bremerhaven geschaffen.

Verteilung Arbeitslose nach
Rechtskreisen SGB II/SGB III
April 2012
SGB III Anteil an
Arbeitslosenquote
(gerundet)
SGB II Anteil an
Arbeitslosenquote
(gerundet)
Stadt Bremerhaven  1.001 1,8 7.623 13,9
Anteil der SGB II-Arbeitslosen an Gesamtzahl der Arbeitslosen in Bremerhaven 88,39%
(Quelle: Pressemitteilung Nr. 37/2012 der Arbeitsagentur Bremerhaven vom 02.05.2012).

Im Bundesdurchschnitt lag der Anteil der Arbeitslosen in der Grundsicherung nach dem SGB II bei knapp 70% (2,963 Millionen Arbeitslose insgesamt, hiervon 2,071 Millionen Arbeitslose im System des SGB II). (Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit Nr. 18 vom 02.05.2012). Im Jahresdurchschnitt ist die Anzahl von Arbeitslosen im System des SGB II (Hartz IV) in der Stadt Bremerhaven von 7.605 im Jahr 2010 auf 7.868 im Folgejahr gestiegen (+ 3,5%). Ab der Jahresmitte 2011 lag die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher im Bereich des Jobcenters Bremerhaven unter dem Vorjahresniveau. (Quelle: Pressemitteilung der Arbeitsagentur Bremerhaven vom 26.01.2012).


Anzeigen

Das verwendete Zahlenmaterial beruht auf den Pressemitteilungen 7, 11 und 18/2012 und 23/2011 der Bundesagentur für Arbeit (Zentrale), 16/2012 der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen sowie 44, 52, 59, 65, 71, 77, 86, 96/2011 und 2, 10, 19, 30 und 37/2012 der Agentur Bremerhaven der Bundesagentur für Arbeit.

Lage auf dem Ausbildungsmarkt


Von einer deutlichen Stabilisierung auf dem Ausbildungsmarkt in der Region Bremerhaven sprechen die Agentur für Arbeit Bremerhaven, die Kreishandwerkerschaft und die Industrie- und Handelskammer. Nach Ablauf des Berufsberatungsjahres (Zeitraum 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011) wurden insgesamt 1.390 Ausbildungsplätze nach dem Berufsbildungsgesetz gemeldet, davon 1.240 im betrieblichen Bereich. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,6% bzw. 10,4% betrieblich. Von den gemeldeten Stellen waren Ende September 2011 noch 82 unbesetzt. Die Zahl der unversorgten Bewerber und Bewerberinnen ohne bekannte Alternative belief sich auf 33, dies entspricht dem Vorjahreszeitraum. Ausbildungsplatzsuchend hatten sich 2.174  Personen gemeldet (minus 4,1%). Hierbei macht sich die sinkende Zahl von Schulentlassenen bemerkbar, einen doppelten Abiturjahrgang gab es nur im niedersächsischen Bereich des Bezirks der Arbeitsagentur Bremerhaven. 936 Jugendliche waren sogenannte Altbewerber, die bereits in den Vorjahren die Schule verlassen hatten und in den zwölf Monaten Oktober 2010 bis September 2011 einen Ausbildungsplatz suchten.

Von den 33 unversorgten Ausbildungsplatzsuchenden seien 21 Altbewerber, teilte die Agentur mit. Bei der Kreishandwerkerschaft sind in etwa so viele Ausbildungsverhältnisse eingetragen wie im Vorjahresvergleich, im Bereich der Industrie- und Handelskammer gab es eine Steigerung von 19,1%. Über
die sogenannte Einstiegsqualifizierung konnten etwas mehr als 80 Ausbildungsplätze für zunächst leer ausgegangene Bewerber und Bewerberinnen bereitgestellt werden. Die beliebtesten Ausbildungsberufe sind Kauffrau bzw. Kaufmann im Einzelhandel, Bürokauffrau oder -mann, Verkäufer bzw. Verkäuferin, medizinische Fachangestellte(r), Kraftfahrzeugmechatroniker/-in Personenkraftwagentechnik und Kaufmann bzw. Kauffrau für Spedition und Lagerlogistikdienstleistung. (Quelle: Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Bremerhaven Nr. 88 vom 07.11.2011).

Seit dem 1. Oktober 2011 haben sich bei der Arbeitsagentur Bremerhaven 1.744 Jugendliche neu ausbildungsplatzsuchend gemeldet. Das sind 3,5% mehr als im Vorjahr. Bei der Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze ist ein leichter Rückgang von 2,5% zu beobachten (entsprechend 25 Stellen weniger). (Quelle: Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Bremerhaven Nr. 30 vom 29.03.2012).


Seite zuletzt bearbeitet am: 07.05.2012