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Der Container-Terminal 4 – Planung und Bau

Bauherr der Verlängerung des Container-Terminals ist Bremenports. Das im Besitz der Stadtgemeinde Bremen befindliche privatrechtlich organisierte Unternehmen nimmt alle Aufgaben für den Bau und den Betrieb der bremischen Hafenanlagen wahr, soweit es sich nicht um hoheitliche Aufgaben handelt. Für letztere ist das Hansestadt Bremische Hafenamt zuständig.

Das neue Terminal verläuft nicht geradlinig, sondern macht nach 537 Metern einen leichten Knick nach Nordwesten und orientiert sich damit am Verlauf der Wesermündung zur Nordsee hin. Die ausführenden Bauunternehmen haben sich in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Dazu zählen die Firmen Hochtief Construction AG (Bremen), Bilfinger Berger AG (Hamburg), Gustav W. Rogge (Bremerhaven) und STRABAG (Bremen).

Unmittelbar nach Bekanntgabe des Planfeststellungsbeschlusses begann der Eimerkettenbagger „Hansa“ mit dem Ausheben der Baugrube. Diese Arbeiten dauerten bis September 2004. Im direkten Kajenbereich wurden auf einer Länge von 1.100 Metern ca. 400.000 m³ nicht tragfähiger Kleieboden entfernt und durch Sand aus der Fahrrinne ersetzt. Gleichzeitig haben die Laderaumsaugbagger „Geopotes 14“ und „Geopotes 15“ auf der gesamten Baustelle einschließlich der Baugrube mehr als vier Millionen Kubikmeter Sand aufgespült. Diese Arbeiten wurden im Frühjahr 2005 fortgesetzt. Die Menge des insgesamt zu verteilenden Sandes schätzt man auf 9 bis 10 Millionen m³ ein, der von Baggern aus der Außenweser und der Jade entnommen wird. Das Sand-Wasser-Gemisch wird sodann über Spülleitungen auf dem 100 ha großen Baugelände verteilt. Unmittelbar am zuerst fertigzustellenden Liegeplatz wird eine 400.000 m² große Fläche auf ihre Endhöhe gebracht. Sie muss dann noch trocken gelegt werden, bevor sie betriebsbereit ist.

Am 12. November 2004 begannen die eigentlichen Bauarbeiten mit dem ersten Rammschlag. Zwei auf Hubinseln stehende Rammen werden bis 2006 mehr als 2.200 Trag- und Füllbohlen sowie bis zu 46 Meter lange Schrägpfähle in den Baugrund treiben. Dabei bedient man sich modernster Vibrationstechnik, um die Geräuschbelästigung in Grenzen zu halten. Nur auf den letzten fünf Metern verwendet man bei den Rammarbeiten traditionelle Verfahren. Vor der Kaje müssen Bagger die 100 Meter breite Liegewanne ausheben. Zum Schutz der Schiffe bei Sturm und Wellengang werden sogenannte Fendertafeln an der Kaje montiert.

Mit dem Bau des Terminals wird auch die Wendemöglichkeit von langen Containerschiffen verbessert.

Der Grauwallkanal würde das Terminalgelände am Übergang vom Terminal 3 a zum Terminal 4 durchschneiden. Deshalb wurde der der Entwässerung des nördlich von Bremerhaven gelegenen Landes Wursten sowie der nördlichen Teile von Bremerhaven dienende Kanal verlegt. Er soll an der östlichen Grenze verlaufen und mündet nach einer zweiten 90°-Kurve am nördlichen Ende des erweiterten Terminals in den Strom.

Der Einweihung des ersten Liegeplatzes hat am 20. Oktober 2006 stattgefunden, die des letzten am 20. Dezember 2007.


Bild links: Der Grauwallkanal macht jetzt einen Knick nach rechts; Bild rechts: Die Mündung des Grauwallkanals in die Weser am nördlichen Ende von CT IV; Bild unten: Blick vom Ochsenturm bei Imsum auf die Baustelle

(Die obersten drei Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Bremenports, untere drei: Jan von Bröckel)

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Seite zuletzt bearbeitet am: 13.09.2008