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(Luftbild von der Baustelle des CT 4 und dem bisherigen nördlichen Ende des Container-Terminals, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Senatspressestelle in Bremen. Für eine größere Auflösung [1500x1004 Pixel, 1,13 MB] hier klicken)

Container-Terminal 4 – ein Lichtblick für Bremerhaven?

Das Containerkreuz an der Wesermündung -  440 Millionen-Euro-Projekt steht in Konkurrenz zu Hamburg, den Rheinmündungshäfen und vielleicht auch bald zu Wilhelmshaven

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Der Container-Terminal 4 dürfte das wichtigste Bauvorhaben in Bremerhaven im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts sein. Viele erhoffen sich von dem Projekt einen Auftrieb für die strukturschwache Region an der Wesermündung mit einer extrem hohen Arbeitslosenquote. Wird das Vorhaben den versprochenen Aufschwung bringen, welche Umweltrisiken birgt es und kann sich ein solch kleines und armes Bundesland wie Bremen ein derartiges Mammutprojekt überhaupt noch leisten?

CT 4- Eine Einführung

Der Container-Terminal Bremerhaven an der Wesermündung hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region an der Unterweser entwickelt. Vor mehr als 30 Jahren begann ein tiefgreifender Strukturwandel in der Handelsschifffahrt vom traditionellem Stückgutverkehr zum Transport von Gütern in Blechkisten, den Containern (von Englisch to contain=beinhalten). Wurde Ende der sechziger Jahre der erste Abschnitt des Terminals nördlich von Columbuskaje und Nordschleuse in Angriff genommen, hat sich die Kaje in der Folgezeit immer weiter nach Norden entwickelt. Der vorletzte fertiggestellte Abschnitt bildete der Terminal 3 a (340 Meter lang, 95 Millionen Euro Baukosten, Ende 2003 vollendet). Mit der Verlängerung bis zur Landesgrenze von Niedersachsen und Bremen durch den CT 4, der ca. 440 Millionen Euro teuer und knapp 1,7 km lang ist, hofft man, vom Wachstum im weltweiten Containerverkehr auch in der von hoher Arbeitslosigkeit geplagten Stadt Bremerhaven profitieren zu können.

Die ersten Bauarbeiten begannen im Sommer 2004, die Vollendung war zunächst für Ende 2008 geplant, die Anlage wurde aber 14 Monate früher Ende 2007 an Bremenports übergeben. Anschließend begann der Betreiber Eurogate den Terminal zu asphaltieren und weitere technische Arbeiten vornehmen, so dass der Terminal zur Gänze im dritten Quartal 2008 zur Verfügung stand. Am 12. September 2008 fand eine Einweihungsfeier satt. Schon am 20. Oktober 2006 wurde der erste Liegeplatz des neuen Terminals 4 mit der Abfertigung des Containerschiffes „Maersk Vancouver“ in Betrieb genommen. In der zweiten Januarwoche 2005 wies das Oberverwaltungsgericht Bremen die Klagen von Anwohnern aus dem vor dem Terminal liegenden Bremerhavener Ortsteil Weddewarden zurück. Doch es bleiben viele Fragen hinsichtlich der Umwelt, des Verkehrs und der Finanzierung. Einzig die Grünen lehnten das Vorhaben ab. Ob der neue Terminal überhaupt notwendig ist, bezweifeln Viele. Eine effektivere Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten könne einen Ausbau überflüssig machen, sagen die Kritiker. Darüber hinaus könnte der daneben zu bauende Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven Verkehre abnehmen.

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Dagegen erwartet Bremenports eine Steigerung des Containerverkehrs in den deutschen Häfen um 100 % in den Jahren bis 2014. Der Ausbau könne – so die Befürworter des Ausbaus – direkt und indirekt 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Land Bremen bringen. Aber Skeptiker halten wegen der fortschreitenden Rationalisierung die Zahlen für überhöht. (Anmerkung: Die Arbeitslosenquote in Bremerhaven lag im Juli 2006 bei 20,9 %, in Zahlen 11.566 Arbeitslose; im November 2010 16,4 % bzw. 9.054 Arbeitslose)*. Schließlich werden auf den neuen Container-Terminals in Hamburg-Altenwerder und Amsterdam unbemannte Van-Carrier eingesetzt, die auf den Terminals die Container über Transponder im Terminalboden bewegen. Ab 2009 wurde die Containerschifffahrt von der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise getroffen, von der sich die Schifffahrtsbranche inzwischen erholt zu haben scheint.

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*Die Angaben zur Arbeitslosenquote in Bremerhaven beruhen auf Angaben der Bundesagentur für Arbeit.

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Seite zuletzt bearbeitet: 31.10.2011