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Autor gilt Vielen als bedeutendster Schriftsteller Lateinamerikas
Gabriel García Márquez: Hundert Jahre Einsamkeit + Chronik eines angekündigten Todes + Die Liebe in den Zeiten der Cholera
Wichtiger Repräsentant des "Magischen Realismus"


Als ein Inbegriff der lateinamerikanischen Literatur schlechthin gilt Vielen der kolumbianische Schriftsteller Gabriel García Márquez. Besonders in den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erlangte sein literarisches Werk Weltruhm, was mit der Verleihung des Literaturnobelpreises im Jahr 1982 sichtbar wird.

Die komplizierte und wechselvolle Geschichte des südamerikanischen Landes spiegelt sich im literarischen Œuvre dieses Autors wider. Kolumbien, benannt nach dem Entdecker Amerikas, erlangte nach den napoleonischen Kriegen in Europa, durch welche die Kolonialmacht Spanien geschwächt wurde, und der Etablierung einer selbstbewussten politischen Führungsschicht seine Unabhängigkeit. Símon Bolívar proklamierte 1821 die Republik Kolumbien, die anfänglich auch noch Venezuela, Ecuador und Panama umschloss. In wenigen Jahren zerfiel dieses politische Gebilde in seine Bestandteile, den Endpunkt setzt 1903 die Unabhängigkeit Panamas. Die Geschichte Kolumbiens des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist durch den Gegensatz zwischen Liberalen und Konservativen geprägt, wobei sich diese politischen Seiten um den politischen Einfluss der Zentralregierung stritten. 1899 kommt es zum Bürgerkrieg. Nach dessen Beendigung erlangt Kolumbien eine Phase relativen wirtschaftlichen Aufschwungs, auch durch den vom Autor in "Hundert Jahre Einsamkeit" geschilderten Anbau von Bananen. Nach der Ermordung eines liberalen Präsidentschaftskandidaten im Jahr 1948 eskaliert die politische Gewalt zwischen den beiden Kräften wieder ("bogotazó", "violencia"). Versuche, diese entgegengesetzten politischen Kräfte zum Ausgleich zu bringen, begünstigen den politischen Extremismus und die Herausbildung einer Guerilla. Neben dieser hat Kolumbien durch rechtsgerichtete Todesschwadronen, Kokainanbau, Entführungen und Korruption für negative Schlagzeilen gesorgt.

García Márquez' Werke, insbesondere "Hundert Jahre Einsamkeit" gelten als herausragende Werke des "magischen Realismus", eines insbesondere in Lateinamerika anzutreffenden Literaturstils, der sich durch die Einführung "übernatürlicher" Elemente auszeichnet. Häufig dient dieses Mittel zur Verdeutlichung einer Konfrontation traditioneller Lebensweisen mit den Errungenschaften der Moderne.

In diesem Frameset stelle ich Ihnen drei Bücher von García Márquez vor: "Hundert Jahre Einsamkeit", "Chronik eines angekündigten Todes" und "Die Liebe in den Zeiten der Cholera". Klicken sie auf die Links im nebenstehenden Frame, um mehr zu erfahren.



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Das Bild von García Márquez beruht auf dem Bild "Gala_Ianugural 022" von Flickr (Autor: Festival Internacional de Cine en Guadalajara, Creative Commons Attribution 2.0 Generic-Lizenz).