
China
literarisch: Pearl S. BuckAmerikanische
Schriftstellerin verbrachte den größten Teil ihrer
Jugend in China, wo die Handlung vieler ihrer Romane spieltWer
sich das bevölkerungsreichste Land der Welt und den
Gastgeber
der Olympischen Spiele 2008 literarisch erschließen will,
kommt
an der amerikanischen Schriftstellerin Pearl S. Buck nicht vorbei.
Die 1892 geborene Romanautorin verbrachte die ersten 40 Jahre ihres
Lebens zum überwiegenden Teil in China. Im Jahr 1931 erschien
der Roman „Die gute Erde“. 1938 wurde Buck mit dem
Nobelpreis für Literatur als erste amerikanische Frau und als
dritter Amerikaner ausgezeichnet.Während
ihres Aufenthalts erlebt Buck ihr Gastland als ein Land
im Umbruch.
Schon lange war China
bloßes Objekt der
europäischen Großmächte und Japans sowie
der USA. Mit
dem Opiumkrieg 1840-42 wurde China gezwungen, Opiumeinfuhren aus dem
britischen Indien zuzulassen und seine Häfen für den
Handel
zu öffnen; Hongkong wurde abgetreten. Nationalistische
Aufstände
wurden von den fremden Mächten niedergeschlagen. 1912 folgt der Sturz der
Monarchie durch die Nationalpartei Chinas (Kuomintang) unter Sun
Yat-sen, dem 1925 Tschiang Kai-scheck folgte. Die anfänglich
verbündeten Kommunisten wurden 1927 ausgeschlossen. Deren
Vorsitzender Mao Tse-tung begann 1934/35 den
„Großen
Marsch“. 1931 waren bereits die Japaner eingefallen, die
zunächst die Mandschurei abtrennten. Während der
japanischen Besatzung kam es zu einem Zweckbündnis zwischen
Kommunisten und Kuomintang. Im Bürgerkrieg 1946-49 vertrieb
Mao
die Rechten, welche
 |  Links:
Pu Yi, der letzte chinesische Kaiser; oben: Sun Yat-sen; rechts
oben: Tschiang Kai-scheck 1945 bei der Unterzeichnung der UN-Charta;
rechts unten: Mao Tse-tung, der Begründer der Volksrepublik
China | 
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sich auf die Insel Taiwan flüchteten, wo
die
von Tschiang Kai-scheck gegründete Nationalregierung von den
USA
massiv unterstützt wurde. Am 1. Oktober 1949 rief Mao Tse-tung
die Volksrepublik China aus, die seither einen
Alleinvertretungsanspruch für ganz China einschließlich
Taiwan reklamiert. Erst Anfang der siebziger Jahre des
20. Jahrhunderts kam es unter dem amerikanischen Präsidenten
Nixon zu einer Annäherung zwischen der Volksrepublik China und
den Vereinigten Staaten und schließlich zur Aufnahme
diplomatischer Beziehungen. Unter dem Reformer Deng Xiaoping begann
eine beispiellose Modernisierung des riesigen Landes. Heute ist China
eine bedeutende Wirtschaftsmacht, die inzwischen in der Lage ist,
einen Raumfahrer in einem selbst produziertem Raumschiff um die Erde
fliegen zu lassen, was im Erscheinungsjahr von „Die gute
Erde“
niemand vorherzusagen gewagt hätte.
Auf
den Seiten dieses Framesets stelle ich ihnen einige der in China
spielenden Romane der Autorin vor. Klicken Sie auf einen der links
stehenden Verweise, um mehr zu erfahren. Eine kurze
Biografie Pearl
S. Bucks finden Sie hier.


Bilder: von Wikimedia Public Domain/gemeinfrei