
g
der
Welten
Marsmenschen,
deren Verwüstungen an die 42 Jahre später
stattfindenden
Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs
erinnern. Letztlich
scheitert
der Angriff
auf das victorianische Empire
an Kleinstlebewesen.| Handlung | Interpretation |
Verfilmungen |
Hörspiel |
Der Mars |
| Wie sehen Marsmenschen aus? | Der Autor | |||
| Die Handlung: Der Erzähler, dessen Namen der Leser nie erfährt, berichtet von Eruptionen auf dem Mars, in deren Verlauf sich Geschosse auf die Erde hin bewegen. Man sieht, wie eine Art Sternschnuppe niedergeht und es zum Einschlag eines meteoritenähnlichen Gebildes, eines Zylinders, in der Nähe von Woking, dem Wohnortes des Erzählers, kommt. Schon bald steigen die Marsmenschen heraus und beginnen sofort einen Feldzug gegen die Erdbewohner. Mit einem laserähnlichen Hitzestrahl und giftigen Nebelgasen schlagen sie sich den Weg frei, auch die Armee kann mit Kanonen und Geschützen den Vormarsch nicht aufhalten. Die Neuankömmlinge hinterlassen Verwüstung und Tod, wer noch lebt, versucht zu fliehen aus dem vor London liegenden Gebiet. Es kommen jetzt weitere dreibeinige Zylinder vom Mars an. Der Erzähler bringt seine Familie in Sicherheit, kehrt noch einmal in sein Haus zurück, trifft dort einen Artilleristen und kann wegen der zunehmenden Kämpfe nicht zurück. Schließlich macht er sich auf den Weg nach London gemeinsam mit einem zufällig angetroffenen Geistlichen. | |
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Die
Zerstörung von London: Der Autor gibt
dann
Schilderungen seines
Bruders von den Auswirkungen der Marsmenscheninvasion in London
wieder, die zu Chaos, Panik, Massenflucht und
Zerstörung von weiten
Teilen der Millionenstadt führt. Einige retten sich zur
Küste, um mit
dem Schiff das sichere europäische Festland zu erreichen, doch
die
Marsmenschen greifen auch Schiffe an. Währenddessen
verstecken sich
der Erzähler und sein Begleiter in einem Haus. Für
ihre destruktiven
Zwecke setzen die Marsmenschen eigenartige Greifmaschinen ein. Die
Ernährung von Marsleuten besteht aus Blut, das umgehend dem
Organismus
zugeführt wird. Als Verpflegung für die lange Reise
durchs All hatten
sie Lebewesen mitgenommen. Im Zustand voller Verzweiflung will der
Geistliche den Marsmenschen entgegentreten, wird aber vom
Erzähler
geschlagen und dann von einem Marsmenschen entdeckt. Nicht nur auf
Zerstörung haben es die Invasoren abgesehen, sie nehmen auch
einige
Erdbewohner gefangen. Später beobachtet man, dass die Eroberer
-
immerhin einige Jahre vor dem Erstflug der Gebrüder Wright -
eine
Flugmaschine für schnelleres Reisen auf unserem Planeten
mitgebracht
haben. Nachdem eine gespenstische Stille aufgetreten ist, macht sich
der Erzähler auf den Weg, trifft den jetzt
sozialdarwinistische Theorien vertretenden Artilleristen wieder und
erlebt
die zerstörte Hauptstadt. Doch es gibt keine
kämpfenden Marsungeheuer
mehr, sondern nur noch wimmernde Eroberer, die den Bakterien
unseres
Planeten schutzlos ausgeliefert sind und daran zu Grunde gehen. Zu
guter Letzt findet sich auch die Ehefrau des Erzählers wieder
an. Aus
anderen Ländern treffen Hilfslieferungen für die
übrig gebliebenen
Bewohner Südostenglands ein.![]() Die Interpretation: Ist "Der Krieg der Welten" mehr als nur die Einführung des Galaktischen in die Literatur? Der Autor könnte seine Freude gehabt haben, den Leser mit neuartigen, spannenden Kriegsszenen zu fesseln, doch H.G. Wells war nicht der Mensch für simple Ballerspiele. Den heutigen Leser sind die Szenen mit Verwüstung und Krieg nach den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges nicht unbekannt; man könnte schon annehmen, dass es auch im Destruktiven archetypische Urkräfte im Unbewussten der Menschheit gibt, die unter ungünstigen Bedingungen freigelegt werden. Man kann das Buch als Satire auf den britischen Kolonialismus verstehen, wobei die Rollen vertauscht worden sind: statt sonst fremde Völker zu unterwerfen, kehrt sich die Gewalt gegen den Kolonialherrn, der - blamabel - den Angreifern nicht Paroli bieten kann. Recht interessant ist der Vergleich des Erzählers der Erdbewohner in seinem Roman mit Naturvölkern, die von den Kolonialmächten unterworfen oder gar ausgerottet wurden (im ersten Abschnitt, siehe Grafik rechts oben). Ein Stachel im Fleisch des saturierten britischen Empires von 1898, in dessen Reich von Jamaika über Südafrika bis nach Singapur und weiter in die Südsee die Sonne niemals unterging und dessen Militärapparat sich hier als wirkungslos erweist.
Verfilmungen:Die erste Verfilmung gab es 1953 unter der Regie von Byron Haskin ("Kampf der Welten"). Die Thematik kommt dann wieder im Film "Independence Day".
2005 sorgte eine neue Verfilmung von Steven Spielberg für
Aufmerksamkeit (mit Tom Cruise). Die Handlung ist in eine amerikanische
Durchschnittsfamilie gelegt, die erlebt, wie bereits bereits vor
langer, langer Zeit von Marsbewohnern auf der Erde deponierte
Kampfmaschinen plötzlich von den
Extraterrestrischen reaktiviert
werden. Allerdings
scheitert die Invasion aus den gleichen Gründen
wie in der Romanvorlage. | ![]() Der Mars Der Planet Mars wird wegen seiner Farbe auch häufig als der "Rote Planet" bezeichnet. Das Rote geht zurück auf Eisenoxidstaub, der sich auf der Oberfläche und in der Atmosphäre abgelagert hat. Der Abstand zur Erde beträgt 55,7 Millionen bis 401,3 Millionen Kilometer. Der Durchmesser am Äquator beträgt 6.794 km (etwa die Hälfte des Durchmessers der Erde). Es herrschen Temperaturen von 210 K im Durchschnitt, das sind -63° Celsius. An den Polen beträgt die Minimaltemperatur -123° C. Als Höchsttemperatur geht man am Äquator von 23° C aus. In 686,98 Tagen umrundet der Mars die Sonne als ihr viertnächster Planet und dreht sich in 24 h 37 m um sich selbst. Er hat zwei Monde (1877 entdeckt). Die sehr dünne Atmosphäre besteht aus Kohlendioxid (95 %), Stickstoff (2,7 %), Argon (1,6 %) sowie geringen Anteilen von Sauerstoff und Kohlenmonoxid sowie Spuren von Wasserdampf, Methan, sonstigen Elementen und Verbindungen (zum Vergleich die Erde: ca. 78 % Stickstoff, knapp 21 % Sauerstoff, 0,03 % Kohlendioxid und einige Edelgase wie Argon). Der atmosphärische Druck entspricht dem der Erde in 35 km Höhe. Die ersten Nahaufnamen vom Mars gelangen 1965 der Raumsonde Mariner. 1971 landete die erste (sowjetische) Raumsonde, 1976 die amerikanische Viking-Sonde. 1997 brachte die Sonde "Pathfinder" ein kleines Fahrzeug mit. Ein Satellit ("Mars Global Surveyer") umkreist seit 1997 den Mars (Kontakt bis November 2006), seit 2001 auch noch "Mars Odyssey". Die ESA-Marssonde (Mars-Express) landete 2003, aber zum Landegerät besteht im Gegensatz zum Orbiter kein Kontakt. Seit dem Juni 2003 arbeitet die US-Raumsonde "Spirit" mit einem Geländefahrzeug auf dem Mars, am 25.01.2004 landete die baugleiche "Opportunity" (Start war am 08.07.2003). Der nächste Reisende ist die am 12.08.2005 gestartete "Mars Reconnaissance Orbiter", die am 10. März 2006 ihr Ziel erreichte und den roten Planeten in einer Umlaufbahn von 313 km Entfernung fotografieren soll. Einen richtigen Besuch erlebt der rote Planet seit dem 25. Mai 2008 durch die NASA-Raumsonde "Phoenix", die auf der Marsoberfläche landete und bis zum 2. November 2008 Signale zur Erde sandte. Meine
Einschätzung:
Das Buch glänzt weniger durch komplizierte Verwicklungen oder durch Schilderungen menschlicher Intrigen als durch einen flüssigen Erzählstil, der den heute abgebrühten Leser natürlich nicht mehr so ganz bewegen kann wie vor über 100 Jahren. Aber es ist ein Klassiker und lesenswert. Unbedingt nicht entgehen lassen sollte man sich das Hörspiel von Orson Welles. |
| Hörspiel:
In die Geschichte ging die 1938 von Orson Welles erstellte
Hörspielversion ein. An Halloween von Nähere Informationen zum Hörspiel finden Sie hier (in Englisch); dort kann man das Hörspiel mit dem RealPlayer anhören. Alternativ bietet sich | |
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| Wie sehen Marsmenschen aus? Nach Angaben des Erzählers in "Der Krieg der Welten" dürfen wir uns Marsmenschen wie folgt vorstellen: Das
Buch erschien erstmals 1898 unter dem Titel "The War of the Worlds"
und 1901 erstmals in deutscher Übersetzung (G.A.
Crüwell). Es ist im Buchhandel als Taschenbuch
erhältlich zum
Preis von 9,90 € (Herbert G. Wells, Der Krieg der Welten,
Diogenes
Taschenbücher, 337 Seiten, ISBN 3-257-23537). Das auf dem
Buch
basierende Hörspiel ist als Hörbuch käuflich
(War of the
Worlds, 1 Audio-CD, englische Version, 58 Minuten,
Regie: Orson Welles,
2005, ISBN 3-89940-617-6, 14,95 €). | |