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Literaturnobelpreis 2006 erstmals an türkischen Autor
Orhan Pamuk:
Schnee + Das neue Leben + Rot ist mein Name + Das schwarze Buch

Mit Orhan Pamuk hat das Nobelpreiskomitee erstmals einen Schriftsteller aus der Türkei ausgezeichnet. Eine mutige Entscheidung, denn in seinem Heimatland findet der Autor auch harsche Kritik. Ein von den dortigen Behörden eingeleitetes Strafverfahren wegen "Beleidigung des Türkentums" wurde eingestellt. Schon ein Jahr vor der Auszeichnung aus Stockholm erhielt Pamuk den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Die Bücher Pamuks kann man als Gleichnisse des sozialen und politischen Lebens der Türkei bezeichnen. Die Konfrontation der traditionellen Lebensweise mit der Zivilisation des Westens ist ein zentrales Thema im Werk dieses türkischen Autors. Kennzeichnend für den Stil ist die Verwendung mystischer Elemente. Während der Roman "Schnee" den Leser in eine Kleinstadt im Osten der Türkei führt, wo in einer Theateraufführung Putschisten die Macht in der eingeschneiten Stadt ergreifen, die schon durch dubiose Selbstmordfälle von Kopftuch tragenden Frauen auffiel, geht es in "Das neue Leben" um die Suche nach Selbstfindung in einer spannungsgeladenen Gesellschaft. Ebenfalls von der Suche nach Identität handelt "Das schwarze Buch". Der Roman "Rot ist mein Name"
schließlich handelt von Mordfällen unter Buchillustratoren im Jahr 1591, die vor der Frage stehen, neue Maltechniken zu verwenden, die möglicherweise gegen das Bilderverbot des Islams verstoßen.

Diese vier Bücher stelle ich Ihnen samt Hintergrundinformationen auf den Seiten dieses Framesets vor. Klicken Sie auf einen der links stehenden Verweise, um mehr zu erfahren.

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