Die Vorhaben der
rot-grünen Koalition in Bremen im Einzelnen:
Finanzen,
Selbstständigkeit Bremens
- Selbständigkeit und die finanziellen
Lebensgrundlagen
mit einer soliden Finanzpolitik und einer aktiven Interessenvertretung
gegenüber dem Bund und den anderen Ländern sichern;
Selbstständigkeit Bremens ist das Beste für seine
Einwohner
- bei Föderalismusreform für
gerechte Behandlung Bremens im
bundesstaatlichen Finanzsystem eintreten; besondere
Aufgabenstruktur des Stadtstaates durch die Bereitstellung von
Studienplätzen über den Bedarf der eigenen
Landeskinder hinaus berücksichtigen
- Finanzpolitik Bremens auf 3 Säulen:
Klagen,
Verhandeln und Eigenanstrengungen; Konzept eines Nationalen
Entschuldungspaktes für hoch bis extrem verschuldete
Länder
- alle zumutbaren Eigenanstrengungen zur
Haushaltssanierung einsetzen
- finanziellen Rahmen, den Bremen im Verfahren
vor dem Bundesverfassungsgericht gemeldet hat, einhalten (d.h.
schrittweiser Abbau von Investitionsausgaben bis 2011 auf 440 Millionen
EUR, Steuermehreinnahmen zur Verringerung der Kreditaufnahme,
Personalausgaben von 2008 bis 2011 Zuwachsraten von jährlich
1,0
%, sonstige konsumtive Ausgaben werden in den Jahren 2008 und 2009 um
0,9 %bzw. 0,7 % absinken und erst danach wieder leicht ansteigen)
- Bremens Ausgaben weiter senken, vieles
Wünschenswertes nicht finanzierbar, hierüber
öffentlicher Diskurs
- angemessene Beteiligung des Bundes und der
Ländergesamtheit an den Hafenlasten
- Weiterentwicklung regionaler Zusammenarbeit
auf der Ebene
der norddeutschen Länder, eine gemeinsame Landes- und
Regionalplanung mit Niedersachsen sowie Regionalkooperation
Bremen/Umland
Bild
oben: Für Jens Böhrnsen, Präsident des
Senats der Freien Hansestadt Bremen, dürfte die Sicherung
der finanziellen Handlungsfähigkeit Bremens eine der
wichtigsten Aufgaben sein. Hier ein Blick auf den
Arbeitsplatz des Bürgermeisters im Bremer Rathaus.
Wirtschaft,
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nach oben
- Neuausrichtung
der
bremischen Wirtschaftsförderungspolitik mit konsequenter
Prioritätensetzung, stärkere Ausrichtung auf
Schaffung von
sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen,
Unterstützung
von Existenzgründungen und kleinen Unternehmen; ein
Ansprechpartner für Unternehmen (one-shop-agency);
Unternehmensförderung grundsätzlich in Form von
rückzahlbaren Zuschüssen oder Darlehen; von
staatlichen
Wirtschaftförderungsgesellschaften wahrgenommene Aufgaben
einer
kritischen Prüfung unterziehen
- Förderung
des Tourismus (Sciencecenter Erlebnis- und Wissenswelten in Bremen und Bremerhaven);
Landestourismusprogramm
- Entwicklung
der Überseestadt in Bremen
- Schwerpunkte
der Arbeitsmarktpolitik im Beschäftigungspolitischen
Aktionsprogramm („BAP") zusammengefasst, Mittel der EU werden
entsprechend der Koalitionsvereinbarung verankert
- Landesprogramm
für Ausbildungsverbünde und das Programm innovative
Berufsbildung 2010 werden fortgesetzt
- In-Jobs
werden dann
als Instrument eingesetzt, wenn vorrangige Instrumente (z.B.
Qualifizierung, geförderte und ungeförderte
Integration in
den Arbeitsmarkt) im Einzelfall begründet nicht in Frage
kommen;
für Langzeitarbeitslose mit gravierenden
Vermittlungshemmnissen
Arbeitsgelegenheiten mit
Mehraufwandsentschädigung (MAE = 1-Euro-Jobs);
Langzeitarbeitslose, die auf absehbare Zeit nicht in den allgemeinen
Arbeitsmarkt integriert werden können, werden in
längerfristigen sozialversicherungspflichtigen
gemeinwohlorientierten Beschäftigungsverhältnissen
(„Sozialer Arbeitsmarkt") eingesetzt
- Landesinitiative
„Sozialversicherungspflichtige Arbeit für
Ältere 55";
Programme für Schwerbehinderte zur erleichterten Integration
in
den Arbeitsmarkt fortsetzen
Häfen,
Schifffahrt, Verkehr nach oben
- Weser als Schifffahrtsweg nutzen und zugleich
ihren ökologischen Zustand verbessern
- über die rechtliche
Zulässigkeit des Ausbaus von
Unter- und Außenweser wird im Rahmen der laufenden
Planfeststellungsverfahren durch die Planfeststellungsbehörde
des
Bundes entschieden, Träger der beiden Vorhaben ist der Bund;
im
Rahmen der Planfeststellungsverfahren für die Anpassung der
Unter-
und Außenweser wird das Land Bremen auch die Belange des
Naturhaushaltes, der Deichsicherheit und die unterschiedlichen
ökonomischen Belange einbringen; Bremen wird sich für
angemessene Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen einsetzen,
wozu z.B. die Ausdeichung von Sommerpoldern an der Wurster
Küste
gehört
- Schnelligkeit und Qualität der
Containerabfertigung wie auch den gesamten Güterumschlag
weiter steigern
- Hafenentwicklungskonzept zur strategischen
Ausrichtung der Hafenentwicklungspolitik bis 2020
- seeseitige Erreichbarkeit des
Automobile-Logistics-Centers in Bremerhaven wird durch den Bau der
Kaiserschleuse sichergestellt
- Lösung der Schlickproblematik unter
Berücksichtigung der Erfordernisse der Werften
- Neustädter Hafen und der
Industriehafen als
größte deutsche Hafenreviere für
konventionellen
Stückgutverkehr werden weiter entwickelt
- Bremen befürwortet Ausbau der
Mittelweser zur
Verbesserung der Hinterlandanbindungen der Bremischen Häfen
über die Wasserstraße
- Anpassung der Bahnstrecke Bremen und
Bremerhaven und des Bahnknotens Bremen an zukünftige
Verkehrsanforderungen
- Ausbau des Rangierbahnhofs
Speckenbüttel
- Bau der Y-Trasse zwischen Bremen/Hamburg und
Hannover
- leistungsfähige
Straßenanbindung des Containerterminals
- Schließung des Autobahnrings ist das
bedeutendste Straßeninfrastrukturprojekt im Land Bremen
- besseren Lärmschutz insbesondere vom
Bund
einfordern; Verkehrsbeeinflussungsanlagen Tempo steuernd und
Lärm
entlastend einsetzen
- Regio-S-Bahn; Streichung der späten
Zugverbindung von
Bremen nach Bremerhaven rückgängig; Bahnhöfe
modernisieren (barrierefrei); umfassende Sanierung Hbf. Bremerhaven; ab
2011 höhere Taktfrequenz zwischen Bremen Hbf. und
Bremen-Vegesack
- ÖPNV stärken
- öffentliche Einrichtungen und
Gesellschaften sollen
verstärkt car-sharing nutzen; mehr Kfz mit umweltfreundlichen
Antrieben
Soziales nach oben
- soziale
Standards wie Mindestlohn verankern
- zusätzliche
soziale Standards im Landesvergabegesetz und Ausweitung auf weitere
Branchen
- frühzeitige
und individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen
- Umzugsaufforderungen
für AlgII-Empfänger reduzieren; auf Bundesebene
Einsatz
für Erhöhung der Regelsätze beim Alg II
für Kinder
und Jugendliche
- kostenlose
warme Mahlzeiten in den Kitas für Kinder von Eltern mit
geringen Einkommen
- alle
Kinder sollen die
Angebote der vorschulischen Bildung in den Tageseinrichtungen nutzen;
Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bis hin
zu
einer Versorgungsquote von 20% bis 2010
- Beitragsfreiheit
des 3.
Kindergartenjahres in Abhängigkeit von der Finanzlage Bremens
und
der Entwicklung in anderen Bundesländern verfolgen, evtl.
stufenweise über Beitragssenkung
- im
Landesheimgesetz neue Wohnformen berücksichtigen
- Funktion
des
Landesbehindertenbeauftragten wird im Rahmen der erforderlichen
erfolgenden Novellierung des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen
mit Behinderung verankert
- "Konzept
zur Integration von
Zuwanderern und Zuwanderinnen im Land Bremen“
weiterentwickeln,
u.a. gezielte Förderung von Migranten bei den
Instrumenten der Ausbildungs- und Arbeitsmarktförderung,
Steigerung der Migrantenquote im öffentlichen Dienst
- Kindeswohlgesetz
zügig umsetzen
Bildung nach oben
- Stärkung des lebenslangen Lernens
- an der Lehr- und Lernmittelfreiheit als
verfassungsmäßigem Grundsatz festhalten
- weniger Schüler ohne Abschluss
- Sprachförderung beginnt bereits bei
3-jährigen
im Kindergarten; jahrgangsübergreifendes Lernen am Schulanfang
wird ausgebaut
- im Rahmen eines pädagogischen
Konzeptes kann an Grundschulen auf die Vergabe von Zensuren verzichtet
werden, dafür Elterngespräche und
Lernentwicklungsberichte; Überprüfung, in welchen
Jahrgangsstufen Lernentwicklungsberichte auch in der Sekundarstufe I
eingeführt werden sollen
- gemeinsame Schule bis zur 10. Klasse
für alle Kinder des Stadtteils
- Ganztagsschulen ausbauen: ab dem Schuljahr
2008/2009 jährlich drei weitere verbindliche Ganztagsschulen
in Bremen und eine in Bremerhaven
- verbindliches Qualitätsmanagement
für die
Beurteilung der Schulen; Bildungsstandards und Bildungsplänen
sichern die Ergebnisqualität schulischen Lernens;
Bürokratiebelastung der Schulen wird auf das Notwendige
reduziert
- verpflichtende Praxisphasen in den Klassen 9
und 10
- Schulen sollen eine größere
Eigenständigkeit und Eigenverantwortung übertragen
bekommen
- Altersteilzeit für
Lehrkräfte, soweit dies kostenneutral realisiert werden
kann, wieder anwenden
- Reform der Lehrerausbildung fortführen
- in der Stadt Bremen von 2008 bis 2011
voraussichtlich
rd. 800 Lehrkräfte und in Bremerhaven rd. 200
Lehrkräfte
dauerhaft einstellen
Wissenschaft nach oben
- Zusammenarbeit
von
Wirtschaft und Wissenschaft weiter intensivieren; Bremen soll zu den
führenden 10 Technologiestandorten in Deutschland
gehören
- Kreativität
im
Wissenschaftsbereich stärken und einen gleichberechtigten
Zugang
zu den Hochschulen sichern, Diskussion zur Landeskinderregelung
fortsetzen, nachdem das rechtliche Verfahren abgeschlossen ist
- Studienanfängerzahl
des WS 2005/2006 halten
- Gebührenfreiheit
des Erststudiums aus bildungspolitischen und sozialen Gründen
geboten
- vernünftiger
Ausgleich des Tierschutzes mit den Anforderungen
des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Bremen,
Bürgerschaftsbeschluss zur Beendigung der Primatenversuche an
der
Universität Bremen wird wie beschlossen umgesetzt
- Hochschulzulassung
für Nicht-Abiturienten erweitern, ohne die
Qualitätsstandards aufzugeben
- Prüfung,
ob Autonomie der Hochschulen insbesondere in den Bereichen des
Zulassungs- und Kapazitätsrecht und im Berufungsverfahren
erhöht
werden kann
- Internationalisierung
von Forschung und Lehre
- strategische
Allianz der Universität Bremen mit der Universität
Oldenburg in Lehre und Forschung
Inneres nach oben
- übergreifende
Präventionsansätze
- Polizei
wird von weiteren Personaleinsparungen ausgenommen
- in der
Legislaturperiode 2007-2011 260 neue Polizeianwärter
für Bremen und 52 für Bremerhaven
- zentrale
Antikorruptionsstelle (ZAKS) wird ihre Arbeit fortsetzen und
intensivieren
- Einführung
des Digitalfunks hat hohe Priorität, in Abstimmung mit
Niedersachsen
- Verfassungsschutz
wird personell und strukturell von Grund auf neu geordnet
- Altersteilzeit
für Beamte und Richter wird wieder
ermöglicht, soweit dies kostenneutral realisiert werden kann
Sport nach oben
- Sportförderungsgesetz
bleibt erhalten; Sportförderung wird sich auch
zukünftig
schwerpunktmäßig auf die Einnahmen aus Wetten und
Lotterien stützen können
- Ausbau
des Weserstadions ausschließlich privat durch Bremer
Weserstadion GmbH
Verwaltung nach oben
- erleichterte
Möglichkeiten für direkte Demokratie,
Zugangsvoraussetzungen
für Bürgerbegehren und Volksentscheide erneut
erleichtern;
Volksentscheid soll zukünftig dann stattfinden, wenn
mindestens
fünf Prozent der Wahlberechtigten ein entsprechendes
Volksbegehren
innerhalb von zwei Monaten unterstützen; Volksentscheid ist
erfolgreich, wenn ein einfaches Gesetz mit mehr als der Hälfte
der
abgegebenen und 20 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten
angenommen
wurde; Volksbegehren über den Haushaltsplan, über
Dienstbezüge und über Steuern, Abgaben und
Gebühren
bleiben unzulässig
- Stärkung
der
Beiräterechte; Ortsamtsleiter werden vom Beirat
gewählt und
vom Senat ernannt; erweiterte Einvernehmensregelungen zwischen
Beiräten und Deputationen, im Konfliktfall muss die
Stadtbürgerschaft befasst werden
- Wahlrecht
für 16- bis
17-jährige für Stadtbürgerschaft,
Beiräte und
Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven; Prüfung ob Senkung
des
Wahlalters auf Landesebene auf 16 Jahre möglich ist
- Prüfung,
ob kommunales
Wahlrecht auch für Nicht-EU-Ausländer mit gefestigtem
Aufenthaltsstatus möglich ist und ebenso, ob
EU-Bürger
Wahlrecht zum Landesparlament haben können
- Ausbau
des E-Government
- Personalreduzierungen
von 2% (2008/2009) und 1,5 % (2010/2011) erforderlich
- Ausbildungsquote
von mindestens 7,5 % im bremischen öffentlichen Dienst
- Laufbahnrecht
soll
vereinfacht und stärker auf das Leistungsprinzip orientiert
werden; dabei sollen die neuen Bildungsabschlüsse Bachelor und
Master berücksichtigt werden
Justiz nach oben
- Strafe
muss unmittelbar
auf dem Fuße folgen; konsequentes Vorgehen gegen
Gewaltdelikte;
örtliche Präsenz und Bürgernähe der
Polizei
- bremische
Justiz soll in Benchmark-Projekten weitere Optimierungspotenziale
erschließen
- Ausbau
des elektronischen Rechtsverkehrs
- gesetzliche
Grundlage
für U-Haft-Vollzug wird geschaffen; mittelfristig
Änderungen
im Strafvollzugsgesetz für Erwachsene; Alternativen zur Haft
und
Vollzug der Ersatzfreiheitsstrafe ausbauen; Gesamtsanierungsprogramm
für JVAs
- Sammlung
des Bremischen Rechts online
- keine
Privatisierung der Rechtsgewährung (etwa Gerichtsvollzieher)
- Verbandsklagerecht
für Tierschutzvereine
Umwelt,
Energie und Verbraucherschutz nach oben
- bei
allen politischen Entscheidungen Auswirkungen auf Umwelt
berücksichtigen
- Gewerbeflächen
sparsam nutzen, Flächenversiegelung deutlich reduzieren
- Energiebilanz
durch Gebäudesanierungen, moderne Energietechnik, erneuerbare
Energien deutlich verbessern
- Gebäude
nach
besten Umweltschutzstandards bauen bzw. erneuern; innerhalb von 15
Jahren öffentliche Gebäude durchgängig auf
Niedrigenergiestandard; Energiesparcontracting; Umstellung der
Stromversorgung öffentlicher Gebäude auf
Ökostrom zu
wettbewerbsfähigen Bedingungen
- alle
möglichen Bundesmittel und Fördermittel der EU
für Küstenschutz einsetzen
- neues
Kohlekraftwerk:
Der Präsident des Senats wird dazu gemeinsam mit dem Senator
für Bau, Umwelt und Verkehr ein ergebnisoffenes Prüf-
und
Moderationsverfahren mit Experten aus dem Öko-Institut und der
DENA unter Einbeziehung der swbAG einleiten. Das Verfahren wird bis zum
31.10. 2007 mit einem Lösungsvorschlag abgeschlossen, der
Grundlage für eine Senatsbefassung ist.
- weiterer
Ausbau der
erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie,
Bundesratsinitiative zur Exportförderung von Windkraftanlagen;
dezentrale
Blockheizkraftwerke; Dächer öffentlicher
Gebäude
für Solarenergie; Gichtgasnutzung im Zusammenhang mit
Stahlproduktion
- Prüfung,
ob Neuregelung des Baumschutzes erforderlich
- zusammen
mit
Niedersachsen Schutzgebiet für
Feuchtgrünlandgürtel um
Bremen; ökologische Landwirtschaft in Bremen fördern
- Novellierung
der Landesbauordnung
- Verbraucherzentralen
in Bremen und Bremerhaven sollen weiterhin zentrale Rollen spielen;
Verbraucherschutzinformationsgesetz offensiv durchsetzen
Gesundheit nach oben
- in den
Krankenhäusern
als Dienstleister für die medizinische Versorgung in der
Region Bremen/Bremerhaven sind aktiv Kooperationen zu
initiieren,
regionale Ausgewogenheit und Versorgungssicherheit zu garantieren und
die Qualität weiter zu verbessern; Bremen und Bremerhaven als
überregional bedeutsame
gesundheitliche Versorgungsstandorte profilieren
- Entwicklung
eines neuen, modernen Krankenhausgesetzes
- noch im
Jahr 2007
konsequente Rauchverbote in sämtlichen öffentlichen
Gebäuden, in Einrichtungen des Gesundheits- und Bildungswesens
und
in allen Restaurants und Gaststätten sowie in Einrichtungen
von
Kultur und Sport
- verstärkte
Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung unter den
Aspekten Ernährung und Bewegung
- Stärkung
der
Suchtprävention, geeignete Maßnahmen gegen
Flatrate-Saufen;
wirksamere Beigebrauchskontrollen bei Substitutionstherapie;
Fortführung der Entzerrung der offenen Drogenszene durch
verstärkte Polizeipräsenz
Frauen nach oben
- bei allen
Entscheidungen Prinzip der Geschlechtergerechtigkeit anwenden
- Doppelstrategie
aus Gender Mainstreaming und Frauenförderung fortsetzen
- ausbildungs-
und
arbeitsmarktpolitische Instrumente und Maßnahmen zusammen mit
Wirtschaftsfördermaßnahmen,
Existenzgründungs- und
Beratungsangeboten zu einem Chancengleichheitsprogramm bündeln
und
ausbauen; Gleichstellungspolitik muss auch die eigenständige
Existenzsicherung von Frauen zum Ziel haben
- Zentralstelle
für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau mit
Standorten in Bremen und Bremerhaven erhalten
- verbesserte
Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes
Migranten nach oben
- 3.500 Kettenduldungen werden auf ein Minimum
reduziert
durch a) die Nutzung von Ermessensspielräumen des bestehenden
Zuwanderungsgesetzes, b) die Umsetzung der
Bleiberechts-Beschlüsse der Innenministerkonferenz vom
November
2006, mit dem Ziel, mehr Menschen im Lande Bremen Zugang zu
Aufenthalts- und Arbeitsperspektiven zu eröffnen, c) durch den
Einsatz
Bremens im Bundesrat für eine möglichst
praxistaugliche neue
gesetzliche Bleiberechtsregelung, die vor allem Familien mit Kindern
neue Perspektiven eröffnet
- Härtefallkommission des Landes Bremen
wird um einen Vertreter von Flüchtlingsorganisationen erweitert
Wohnungswesen, Stadtplanung nach oben
- GEWOBA
und Stäwog unter öffentlicher Einflussnahme erhalten
und stärken
Kultur, Medien nach oben
- Radio
Bremen muss auch
zukünftig eine eigenständige und
lebensfähige
Landesrundfunkanstalt bleiben; Umstrukturierung des
Bürgerrundfunks wird fortgesetzt
- Ausbau
der Medienwirtschaft im Land Bremen wird durch weitere Kooperationen
mit der
Filmwirtschaft und Fernsehsendern gestützt; durch das
Filmbüro Bremen geleistete kulturelle Filmförderung
und
Nachwuchsförderung von Filmschaffenden und die Zusammenarbeit
mit
Niedersachsen in der gemeinsamen Filmförderungseinrichtung
„nordmedia" fortsetzen
Bremerhaven nach oben
- besondere
wirtschaftspolitische Schwerpunktsetzungen für Bremerhaven
- überproportionale
Berücksichtigung Bremerhavens bei Landesinvestitionen im
Rahmen
des landesweiten strukturpolitischen Konzeptes (es wird aber kein bestimmter
Prozentsatz festgeschrieben)
- Strukturentwicklungskonzept
"Bremerhaven 2020" weiter entwickeln
- größere
Wertschöpfung in Bremerhaven, nicht nur Umschlagplatz
- Zentrum
für Windenergie und Meerestechnik
- Masterplan
für Fischereihafen; Attraktivität des Schaufensters
Bremerhaven steigern
- attraktivere
Gestaltung des Schifffahrtsmuseums; Unterstützung aus
Landesmitteln für Aufbau des Nordsee-Museums
- Bremerhaven
bei Verteilung
der Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds entsprechend des
Anteils an Arbeitslosen berücksichtigen
- Landesunterstützung
beim Ausbau der Angebote für 0-3jährige Kinder
- hinsichtlich
einer
Wiedereinführung der 5%-Klausel in der Stadtgemeinde
Bremerhaven
wird auf Basis einer breiten Diskussion in Bremerhaven eine
einvernehmliche Lösung gefunden
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