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Am 27. September 2009:
Bundestagswahl 2009 

Das Ergebnis vom
27. September 2009


Das Ergebnis der Wahl zum 17. Deutschen Bundestag am 27. September 2009 ist eine Mehrheit von CDU/CSU und FDP, hervorgerufen durch starke Gewinne der FDP, die ihr bestes Ergebnis bislang erzielte. Demgegenüber verlor die SPD dramatisch und fuhr ihr schlechtestes Ergebnis bei Bundestagswahlen überhaupt ein. Die kleineren Parteien Bündnis 90/Die Grünen und die Linke erreichten ihr jeweils bestes Ergebnis bei Bundestagswahlen. Trotz der populären Kanzlerin Angela Merkel konnte die Union insgesamt keinen Stimmengewinn verzeichnen. Die neue Regierungsmehrheit aus CDU, CSU und FDP verfügt über 332 Mandate, die Opposition erzielte 290.

Das endgültige amtliche Endergebnis:
Partei Anteil Zweitstimmen Mandate davon Direktmandate
CDU / CSU
davon: CDU
CSU
33,8 % (2005: 35,2 %)
27,3 % (2005: 27,8 %)
6,5 % (2005: 7,4 %)
239 (+13)
194 (+14)
45   (-1)
218 (2005: 150)
173 (2005: 106)
45 (2005: 44)
SPD 23,0 % (2005: 34,2 %) 146 (-76) 64 (2005: 145)
FDP 14,6 % (2005: 9,8 %) 93 (+32) 0 (2005: 0)
Linke 11,9 % (2005: 8,7 %) 76 (+22) 16 (2005: 3)
Bündnis 90/Die Grünen 10,7 % (2005: 8,1 %) 68 (+17) 1 (2005: 1)
sonstige 6,0 % (2005: 4,0 %) 0 0
Die CDU erzielte 21 Überhangmandate (10 in Baden-Württemberg, 4 in Sachsen, jeweils 2 in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz und je 1 in Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland), die CSU 3. Die Wahlbeteiligung betrug 70,8 % (2005: 77,7 %). Insgesamt verfügt der 17. Deutsche Bundestag über 622 Abgeordnete (die absolute Mehrheit liegt bei 312 Sitzen, CDU/CSU und FDP verfügen über 332 Mandate). (Quelle: Bundeswahlleiter)

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Ergebnis Zweitstimmen in Prozent nach Bundesländern (endgültiges amtliches Endergebnis)

Wahl-
beteiligung
CDU bzw. CSUSPDFDPLinkeGrüne
Baden-Württemberg72,434,419,318,87,213,9
Bayern71,642,516,814,76,510,8
Berlin70,922,820,211,520,217,4
Brandenburg67,023,625,19,328,56,1
Bremen70,323,930,210,614,315,4
Hamburg71,327,827,413,211,215,6
Hessen73,832,225,616,68,512,0
Mecklenburg-Vorpommern63,033,116,69,829,05,5
Niedersachsen73,333,229,313,38,610,7
Nordrhein-Westfalen71,433,128,514,98,410,1
Rheinland-Pfalz72,035,023,816,69,49,7
Saarland73,730,724,711,921,26,8
Sachsen65,035,614,613,324,56,7
Sachsen-Anhalt60,530,116,910,332,45,1
Schleswig-Holstein73,632,226,816,37,912,7
Thüringen65,231,217,69,828,86,0
Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnete Hessen mit 73,8 %, die zweithöchste Schleswig-Holstein mit 73,6 % (dort gleichzeitig Landtagswahl), die niedrigste Beteiligung wies Sachsen-Anhalt mit 60,5 % auf. Die Union erzielte ihr bestes Ergebnis in Bayern, musste dort aber Verluste von 6,7 Prozentpunkten hinnehmen. Die CDU war in Sachsen mit 35,6 % am stärksten, am schwächsten in Berlin mit 22,8 %, wurde damit aber dennoch stärkste Partei. Bemerkenswert ist, dass die CDU in allen neuen Bundesländern ihren Prozentanteil steigern konnte, was ihr sonst nur geringfügig in Berlin, Bremen und im Saarland gelang. Die Sozialdemokraten konnten in Bremen mit 30,2 % ihr bestes Länderergebnis verzeichnen, es ist aber das einzige Bundesland, in dem sie die Dreißig-Prozent-Grenze übersprangen, sie erlitten aber in ihrer Hochburg einen Stimmenverlust von über 12 Prozentpunkten. Die FDP erreichte auf Länderebene ihr bestes Ergebnis in Baden-Württemberg mit über 18 Prozent, den niedrigsten Wert erreichte ihr Landesverband in Brandenburg mit etwas über 9 Prozent. Die Linke war in Sachsen-Anhalt am stärksten und übersprang dort die Dreißig-Prozent-Grenze und wurde stärkste Partei. Letzteres gelang ihr auch in Brandenburg, während bei der dort gleichzeitig abgehaltenen Landtagswahl die SPD stärkste Partei wurde. In Bayern erreichte die Linke ihr schlechtestes Ergebnis, konnte aber dort im Gegensatz zur letzten Landtagswahl die Fünf-Prozent-Grenze überspringen. Hochburg der Grünen ist Berlin mit über 17 Prozent, dort gewannen sie auch ihr einziges Direktmandat. In Sachsen-Anhalt hingegen überschritten sie nur knapp die Fünf-Prozent-Marge und erreichten damit den niedrigsten Stimmenanteil in einem Bundesland. (Quelle: Bundeswahlleiter)

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Das nachfolgende Bild zeigt die von den Parteien mit Direktkandidaten gewonnenen Wahlkreise:


(Quelle: Bundeswahlleiter, WAHL ZUM DEUTSCHEN BUNDESTAG AM 27. SEPTEMBER 2009, Heft 3, Endgültige Ergebnisse nach Wahlkreisen, Oktober 2009).

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Letztes Update: 13.03.2010

Foto Reichstag: ©magicpen / Pixelio (www.pixelio.de)