Am
27. September 2009:
Bundestagswahl
2009

Angela Merkel regiert künftig mit der FDP - Historische Niederlage der SPD |

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Am
27. September haben es die Wählerinnen und Wähler in der
Bundesrepublik Deutschland in der Hand gehabt, wie dieses Land bis 2013
regiert werden soll. Eine Fortsetzung der Großen Koalition aus CDU, CSU
und SPD oder eine Regierung von CDU, CSU und FDP galten als die
wahrscheinlichsten Alternativen. Anders als bei der vorherigen Wahl
endet die Legislaturperiode des Bundestages diesmal - wie von der
Verfassung als
Normalfall vorgesehen - nach Ablauf von vier Jahren. Und mit dem
Zusammentritt des neu gewählten Bundestages endet die Amtszeit der
bisherigen Bundesregierung, es ist Aufgabe der neu gewählten
Volksvertretung, einen neuen Bundeskanzler zu wählen.
Eine
bürgerlich-liberale Mehrheit im Bundestag aus CDU, CSU und FDP ist das
Resultat der Entscheidung der Wählerinnen und Wähler. Nach elf Jahren
Zugehörigkeit zur Regierung wird die SPD nach erdrutschartigen
Verlusten von über zehn Prozentpunkten in die Opposition geschickt, wo
die Sozialdemokraten auf
gestärkte Linke und Grüne treffen. Die SPD erzielte das schlechteste
Ergebnis ihrer Partei bei Bundestagswahlen überhaupt, während die Union
im Prinzip auf der Stelle tritt, bedingt vor allem durch Verluste der
CSU in Bayern. Bemerkenswert ist, dass die drei kleineren Parteien FDP,
Linke und Grüne zusammen mehr als ein Drittel der Wählerstimmen bekamen.
Dagegen
kam es im
Herbst 2005 ein Jahr früher als ursprünglich vorgesehen zu der
Entscheidung der Wahlvolkes, nachdem der seinerzeitige Bundeskanzler
Gerhard Schröder eine Vertrauensfrage verlor, die er aber bewusst zu
dem Zweck gestellt hatte, Neuwahlen herbeizuführen.
Die
seit Ende November 2005 regierende Große Koalition war kein
Wunschgebilde, sondern eine Zweckgemeinschaft, da keine der großen
Volksparteien mit ihrem jeweiligen Wunschpartner eine
Regierungsmehrheit erreichte und die SPD eine Unterstützung durch die
Partei Die Linke auf Bundesebene ablehnt. Bei einem derartigen
Zusammenwirken der beiden großen Parteien bestand die Gefahr,
dass
naturgemäß vorhandene politische Gegensätze zwischen den beiden
Antagonisten zugedeckt werden, denn in einer Regierung sind beide
Partner zu Loyalität zum gemeinsam beschlossenen Koalitionsvertrag
gebunden.
Zwar gibt es bei der
Wahl am 27. September mehrere Überhangmandate, doch anders als von
einigen Beobachtern befürchtet, sind diese zusätzlichen
Abgeordnetensitze nicht entscheidend für das Zustandekommen der neuen
politischen Mehrheit.
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Letztes Update: 27.09.2009Foto Reichstag:
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